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Die Kluft zwischen Armut und Reichtum vergrößert sich – auch in Niederösterreich. Rund 170.000 Menschen oder 11% der Bevölkerung sind armutsgefährdet. Etwa 96.000 Menschen davon leben in manifester Armut. Arbeit schützt immer weniger vor Armut. 67.000 Menschen leben als „working poor“, sind also trotz Erwerbsarbeit armutsgefährdet. Obwohl für ein Drittel der Bevölkerung Sozialleistungen und Pensionen die Haupteinkommensquelle sind, reichen sie nicht aus. Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Ausgleichszulage und Sozialhilfesätze liegen unter der Armutsgefährdungsschwelle. Gleichzeitig zeigen sich am anderen Ende der sozialen Skala Veränderungen. Die Zahl der NiederösterreicherInnen mit hohen Einkommen (über 200% des Durchschnittseinkommens) hat sich bis 2008, in nur sechs Jahren, um 31% erhöht.
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Die Kluft zwischen Armut und Reichtum vergrößert sich auch in Kärnten. Rund 76.000 Menschen oder 14% der Bevölkerung sind in Kärnten armutsgefährdet - das ist die zweithöchste Armutsgefährdungsquote aller Bundesländer. Auch in Kärnten zeigt sich, dass Arbeit immer weniger vor Armut schützt. 28.000 Menschen in Kärnten leben als „working poor“, sind also trotz erwerbsarbeit armutsgefährdet oder arm. Besonders von Armut betroffen sind Kinder. In Kärnten waren zuletzt 15.000 Kinder unter 18 Jahre armutsgefährdet. Für viele von ihnen wird sich diese Situation auch in Zukunft nicht verbessern, denn Armut wird vererbt. Aber auch am anderen Ende der sozialen Skala zeigen sich Veränderungen. Denn die Zahl der KärntnerInnen mit hohen Einkommen (über 200% des Durchschnittseinkommens) hat sich in den letzten vier Jahren gleich um 40% erhöht.
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Die Schere zwischen Armut und Reichtum geht weiter auseinander - auch in Tirol. Während hohe Einkommen und Vermögen in den letzten Jahren deutlich zunahmen, stieg zugleich die Zahl Erwerbstätiger, deren Einkommen nicht zum Leben reicht. Jeder zehnte Tiroler, und jede zehnte Tirolerin ist armutsgefährdet. Zuletzt (2006) lebten in Tirol etwa 36.000 "working poor", also Menschen, die trotz Erwerbsarbeit armutsgefährdet oder arm sind. Zugleich nimmt auch der Reichtum in Tirol zu – und zwar deutlich. Die Zahl der Menschen mit hohem Einkommen (über 200% des Medianeinkommens) hat zwischen 2002 und 2007 in Tirol um rund 15.000 (oder 51%) auf etwa 45.500 zugenommen. Außerdem gab es 2007 in Tirol in Privaten Haushalten, Organisationen und Unternehmen Geldvermögen von schätzungsweise 59,5 Mrd. Euro. |
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Nach wie vor leben in Österreich etwa 1 Million Menschen in Haushalten mit Einkommen unter der Armutsgefährdungsgrenze. Die Armutsgefährdungsquote war bis zuletzt (2006) unverändert hoch (zwischen 12 und 13% der Bevölkerung). Bis zu 2 Millionen Menschen haben Probleme, mit ihrem Einkommen auszukommen. Rund 700.000 Menschen leben dagegen in Haushalten mit hohen Einkommen. Stark gewachsen sind in den letzten Jahren erneut die Vermögen und der Reichtum. Der 2. Armuts- und Reichtumsbericht für Österreich gibt auf rund 160 Seiten einen aktuellen Befund über Armut und Reichtum in unserem Land. |
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Armut und Reichtum nehmen auch in Kärnten gleichzeitig zu. Zuletzt (2006) waren in Kärnten 83.000 Menschen oder 15 % der Bevölkerung armutsgefährdet - das war die zweithöchste Armutsgefährdungsquote aller Bundesländer. Nur mehr 55 % aller KärntnerInnen haben einen Normalarbeitsplatz, 21.000 sind trotz Erwerbsarbeit arm ("working poor"). Arbeitslosigkeit, geringe Bildung, Alter sowie Betreuungsaufgaben für Kinder oder ältere Menschen sind Hauptursachen für höhere Armutsgefährdung. Besonders Kinder sind von Armutsgefährdung betroffen. Ohne Sozialleistungen wären sogar 175.000 KärntnerInnen arm. Zugleich hat sich auch die Zahl der KärntnerInnen mit hohen Einkommen (über 200% des Durchschnittseinkommens) in den letzten drei Jahren fast verdreifacht. |
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Die Studie zeigt: auch in NÖ haben in den letzten Jahren sowohl die Armut wie auch der Reichtum gleichzeitig zugenommen. Die Zahlen der Arbeitsuchenden, der SozialhilfeempfängerInnen, der Menschen mit prekären Arbeitsverhältnissen haben deutlich zugenommen. Zuletzt (2006) waren 189.000 NiederösterreicherInnen armutsgefährdet. Ohne Sozialleistungen wären es sogar ein Viertel der Bevölkerung. Vor allem Menschen ohne normale Beschäftigung geraten immer häufiger in Armut. Gleichzeitig ist die Zahl der Menschen mit hohen Einkommen in NÖ stark (auf rund 120.000) angestiegen. |
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Die Studie "Leben im Bezirk Schwaz" stellt die Einkommen und Lebenshaltungskosten in diesem Tiroler Bezirk ausführlich dar, und sie zeigt die Problematik der gegenwärtigen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung auf: die Wertschöpfung im Bezirk ist überdurchschnittlich, die Einkommen liegen aber unter dem Tiroler Durchschnitt. Immer weniger ArbeitnehmerInnen (kaum 2/3) sind noch ganzjährig beschäftigt. Fast 3.000 Menschen sind trotz Arbeit armutsgefährdet ("working poor"). Insgesamt sind im Bezirk sogar fast 11.000 Menschen armutsgefährdet. Gleichzeitig sind die Lebenshaltungskosten im Bezirk überdurchschnittlich hoch (vor allem die Mobilitätskosten). |
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Armut und Reichtum nehmen auch in Kärnten gleichzeitig zu. Zuletzt (2005) waren in Kärnten 91.000 Menschen oder 16 % der Bevölkerung armutsgefährdet - das war die höchste Armutsgefährdungsquote aller Bundesländer. Nur mehr 55 % aller KärntnerInnen haben einen Normalarbeitsplatz, 20.000 sind trotz Erwerbsarbeit arm ("working poor"). Arbeitslosigkeit, geringe Bildung, Alter sowie Betreuungsaufgaben für Kinder oder ältere Menschen sind Hauptursachen für höhere Armutsgefährdung. Überdurchschnittlich viele Kärntner Kinder (21 %) wohnen in armutsgefährdeten Haushalten. Ohne Sozialliestungen wäre sogar 163.000 KärntnerInnen arm. Zugleich hat sich auch die Zahl der KärntnerInnen mit hohen Einkommen (über 200% des Durchschnittseinkommens) in den letzten Jahren verdreifacht. |
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Die Studie zeigt: auch in NÖ haben in den letzten Jahren sowohl die Armut wie auch der Reichtum gleichzeitig zugenommen. Die Zahlen der Arbeitsuchenden, der SozialhilfeempfängerInnen, der Menschen mit prekären Arbeitsverhältnissen haben deutlich zugenommen. Zuletzt waren 201.000 NiederösterreicherInnen armutsgefährdet. Ohne Sozialleistungen wären es sogar ein Viertel der Bevölkerung. Gleichzeitig ist die Zahl der Menschen mit hohen Einkommen und großen Vermögen stark angestiegen. Ihre Einkommen sind doppelt so stark gestiegen wie die durchschnittlichen Arbeitnehmereinkommen. |
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Die geringste Erwerbsquote und die zweithöchste Arbeitslosenquote aller Bundesländer, ein sehr hoher Anteil an Mindestpensionisten und AlleinerzieherInnen sowie hohe Kostenbelastungen führen in Kärnten zu überdurchschnittlicher Armutsgefährdung. Aufbauend auf einer Untersuchung über "Armut von Frauen in Kärnten" – erstmals präsentiert im Dezember 2005 – wird mit dieser Studie die "Armut in Kärnten" insgesamt anhand betroffener Gruppen aufgezeigt und es werden mögliche Strategien gegen die Armut skizziert. |
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Die Studie zeigt deutlich: in Tirol haben in den letzten Jahren sowohl die Armut wie auch der Reichtum gleichzeitig zugenommen. Die Zahlen der Arbeitsuchenden, der SozialhilfeempfängerInnen, der Menschen mit prekären Arbeitsverhältnissen haben deutlich zugenommen. Alt sein oder Kinder haben bedeutet in Tirol ein überdurchschnittlich hohes Armutsrisiko. Gleichzeitig sind die Haushaltsausgaben und finanziellen Belastungen in Tirol überdurchschnittlich. Das Ergebnis ist die dritthöchste Armutsquote aller Bundesländer. Ohne Sozialleistungen wären 28% der Tiroler arm. Gleichzeitig ist auch die Zahl der Menschen mit hohen Einkommen und großen Vermögen stark angestiegen. Die Ergebnisse sind dramatisch und verlangen nach Maßnahmen. |
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Am Beispiel von Kärnten und hier fokussiert auf die Frauen wird erstmals in Österreich versucht, die Armut in den Bundesländern konkreter zu beschreiben. Die Ergebnisse sind erschütternd: Erwerbsarbeit schützt immer weniger vor Armut, aber auch Selbständigkeit, Arbeitslosigkeit, kleine Kinder und Alter können rasch zu Armut führen, wenn Leistungen der öffentlichen Hand ausbleiben. |
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Die Studie „Leben in Innsbruck“ über die Einkommen und Lebenshaltungskosten in der Landeshauptstadt zeigt: das Leben in Innsbruck ist in den letzten Jahren sehr teuer geworden, viele Lebenshaltungskosten sind deutlich gestiegen. Gleichzeitig wachsen die Einkommensprobleme und die Armut vieler Menschen. 44% der Innsbrucker ArbeitnehmerInnen (mehr als 23.700 Menschen) sind nur teilzeitbeschäftigt oder sogar zeitweise arbeitslos, über 8.000 gehören zur Gruppe der „working poor“. Schon 14% der InnsbruckerInnen (16.200 Menschen) sind armutsgefährdet, 9.300 dauerhaft arm. |
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Dieser erste "Armuts- und Reichtumsbericht für Österreich" weist auf 92 Seiten mit unzähligen Daten und Fakten nach, was viele ahnen: in Österreich nehmen sowohl Armut wie auch Reichtum zu. In Österreich gibt es mittlerweile mehr als 2.100 Milliarden Euro an Geld- und Sachvermögen. In welchem Maße vor allem Reichtümer vorhanden sind und wachsen, übertrifft alle Erwartungen. Und dennoch wird die öffentliche Diskussion darüber geführt, wie bei den Schwächsten in Österreich gespart werden kann. Der Bericht liefert viele Argumente, warum und wie der Reichtum Beiträge zum Allgemeinwohl leisten sollte. |
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