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„2. ARMUTS- UND REICHTUMSBERICHT FÜR ÖSTERREICH“ erschienen

Nach wie vor leben in Österreich etwa 1 Million Menschen in Haushalten mit Einkommen unter der Armutsgefährdungsgrenze. Die Armutsgefährdungsquote war bis zuletzt (2006) unverändert hoch (zwischen 12 und 13% der Bevölkerung). Bis zu 2 Millionen Menschen aber haben Probleme, mit ihrem Einkommen auszukommen. Rund 700.000 Menschen leben dagegen in Haushalten mit hohen Einkommen. Stark gewachsen sind in den letzten Jahren erneut die Vermögen und der Reich-tum. Der 2. Armuts- und Reichtumsbericht für Österreich gibt auf rund 160 Seiten einen aktuellen Befund über Armut und Reichtum in unserem Land.
Bei der Präsentation des Berichts im Presseclub Concordia in Wien waren auch ÖGPP-Präsident Dipl.Ing. Rudolf Schicker und Univ.Prof. Dr. Emmerich Talos anwesend. Schicker sprach sie u.a. für eine neue Verteilungsdiskussion aus, Talos betonte die Notwendigkeit einer bedarfsorientierten Grundsicherung.

(161 Seiten, download ca. 0,8 MB)

Studie „ARMUT UND REICHTUM IN KÄRNTEN“ präsentiert

Armut und Reichtum nehmen auch in Kärnten gleichzeitig zu. Zuletzt (2006) waren in Kärnten 83.000 Menschen oder 15% der Bevölkerung armutsgefährdet – das war die zweithöchste  Armutsgefährdungsquote aller Bundesländer. Nur mehr 55% aller KärntnerInnen haben einen Nor-malarbeitsplatz, 21.000 sind trotz Erwerbsarbeit arm ("working poor"). Arbeitslosigkeit, geringe Bildung, Alter sowie Betreuungsaufgaben für Kinder oder ältere Menschen sind Hauptursachen für höhere Armutsgefährdung. Besonders Kinder sind von Armutsgefährdung betroffen. Ohne Sozial-leistungen wären sogar 175.000 KärntnerInnen arm. Zugleich hat sich auch die Zahl der KärntnerInnen mit hohen Einkommen (über 200% des Durchschnittseinkommens) in den letzten drei Jahren fast verdreifacht.

(51 Seiten, download ca. 0,3 MB)

 

Studie „ARMUT UND REICHTUM IN TIROL“ präsentiert

Die Schere zwischen Armut und Reichtum geht weiter auseinander – auch in Tirol. Während hohe Einkommen und Vermögen in den letzten Jahren deutlich zunahmen, stieg zugleich die Zahl Erwerbstätiger, deren Einkommen nicht zum Leben reicht. Jeder zehnte Tiroler und jede zehnte Tirolerin ist armutsgefährdet. Zuletzt (2006) lebten in Tirol etwa 36.000 "working poor", also Menschen, die trotz Erwerbsarbeit armutsgefährdet oder arm sind. Zugleich nimmt auch der Reichtum in Tirol zu – und zwar deutlich. Die Zahl der Menschen mit hohem Einkommen (über 200% des Median-einkommens) hat zwischen 2002 und 2007 in Tirol um rund 15.000 (oder 51%) auf etwa 45.500 zugenommen. Außerdem gab es 2007 in Tirol in privaten Haushalten, Organisationen und Unternehmen Geldvermögen von schätzungsweise 59,5 Mrd. Euro.

(53 Seiten, download ca. 0,3 MB)

Nachschlagewerke „WAHLSYSTEME IN DEN MITGLIEDSTAATEN DER EU“ und „WAHLKALENDER FÜR EUROPA“ in aktualisierter Form erschienen

Die Arbeit „Wahlsysteme“ gibt einen einmaligen kompakten Überblick über die Verfasstheit, die Staats- und Regierungsformen, die Parlamente, die regionalen Strukturen und vor allem die Wahlsysteme in den 27 Mitgliedstaaten der EU. Sie zeigt einleitend die grundsätzlichen Unterschiede sowie Vor- und Nachteile von Mehrheits- und Verhältniswahlrechten auf. Sie stellt danach die einzelnen Mitgliedstaaten, ihre staatlichen Institutionen und Wahlsysteme dar. Und sie schließt mit einer vergleichenden Analyse der Staats- und Wahlsysteme ab. Weil diese Studie auch die wesentlichsten Kennzahlen der Staaten, die aktuellen Staatsoberhäupter und Regierungen nennt, ist sie ein wertvolles Nachschlagewerk für jeden politisch Interessierten.

(Wahlsysteme: 82 Seiten, download ca. 0,6 MB / Wahlkalender: 6 Seiten, download ca. 0,1 MB)

Buch- und Filmtipps

Die ÖGPP rezensiert immer wieder interessante Bücher und Filme zu aktuellen Themen. Schwer-punkt der letzten Monate waren Buchneuerscheinungen zu Wirtschaftsthemen wie etwa der Best-seller von Max Otto „Der Crash kommt“, Wolfgang Köhlers „Wall Street Panik“, der „C(r)ashkurs“ von „Mister DAX“ Dirk Müller, „Der Neoliberale Großangriff auf Europa“ von Jürgen Bozsoki oder der Dokumentarfilm „Let’s make money“ von Erwin Wagenhofer, aber auch „Aufreger“ wie Buch und Film „Gomorrha“ von Roberto Saviano.

 

Die ÖGPP dankt allen Förderern ihrer Arbeit, im Besonderen auch der Wiener Städtischen Versicherung.